4
logo

 

 
 

 
 
 

VORGEHEN

So beginnt es:

Schüler haben während der ersten Wochen, statt einer wöchentlichen Unterrichtsstunde, tägliche kurze Unterrichtseinheiten, in denen sie mit dem Lehrer gemeinsam üben. Ein Schüler, der sofort alleine übt, gewöhnt sich im Laufe einer Woche so viele unbewusste, falsche Bewegungen und Verspannungen an, dass sie in den 45 Minuten einer wöchentlichen Unterrichtsstunde durch den Lehrer gar nicht zu korrigieren sind, geschweige denn das bereits zur Gewohnheit gewordene wieder rückgängig gemacht werden könnte. In den ersten Wochen wird also nie alleine geübt.
Die auf diese Weise gradlinig erworbenen Grundlagen stehen dann in der Folge als unbewusste und selbstverständliche Koordination zur Verfügung, so wie Bremsen, Schalten, Blinken, etc., wenn die Fahrschule erfolgreich absolviert ist.

... und dann:

Musik ist so individuell wie ein jeder von uns. Was für den einen ideal ist, ist es für den anderen gerade nicht. Die individuellen körperlichen Gegebenheiten eines jeden unterscheiden sich bereits deutlich, und von dem musikalischen Geschmack ist ganz zu schweigen. Es kann hierbei nicht um die Jagd durch die Instrumental-Fiebel gehen. Bei Stilen aus verschiedenen Zeiten und Ländern, Liederbegleitung, Improvisation, Solo, zu zweit, Ensemble, etc., geht es darum jeden mit dem Repertoire auszustatten, über das er gerne und jederzeit verfügen möchte.

… mit dem  Schüler als Agenten

In dem Dreieck zwischen den wachsenden sozialen Herausforderung einerseits, den schrumpfenden Bildungs- und Sozial-Budgets andererseits und dazwischen der sich aufreibenden Rolle traditionell und somit unangepasst ausgebildeter Lehrkräfte im Fach Musik, bietet sich das Projekt als Formel synergetischer Interaktion an:
Statt mit dem Wissen seiner Hochschulbildung gegenüber dem Unverstand der Schüler zu
kapitulieren, stellt sich der Lehrer als Berater neben den bisher vor allem Musik konsumierenden Schüler. Die in dem Austausch zwischen Lehrer und Schüler sich ergebenden Praktiken musikalisch ‚sportlicher’ Tätigkeit macht der Schüler als Coach sich nachhaltig zueigen, indem er sie wiederum sofort weiter gibt an „seinen“ Schüler, womit die Grundlage geschaffen wird für „Musik als Mannschaftsgefühl“ auf deren Bedeutung auch Manfred Grunenberg, Projektleiter von „JeKi” mit Nachdruck hinweist.

Es geht hier also darum, den simplen Tatbestand zu akzeptieren, dass die Begeisterung und Motivation, die bei Kindern durch den Umstand ausgelöst werden kann, von einem anderen Schüler etwas gezeigt zu bekommen, oft durch den qualifiziertesten Unterricht einer Fachkraft nicht aufzuwiegen ist. Warum sollte man also nicht dieser Energie der Komplizität unter Schülern konstruktiv nutzen?

Hiermit wird nicht nur das üblicherweise als eine öde Üb-Pflicht disqualifizierte Training zum geselligen Ereignis, sondern auch der budgetbedingte (Link zu Budget) Mangel an Lehrkräften und Assistenten für die musikalische Ausbildung wird durch den Schüler selber überbrückt, was wiederum die Motivationsspirale auch bei den Nachfolgenden steigert. Seinen Anspruch auf kostenlosen Unterricht erwirbt der Schüler durch seine verantwortungsvolle regelmäßige Tätigkeit als Couch und die daraus folgende Teilnahme an kleinen Konzerten vor allem in Sozialen Einrichtungen. Auf diese Weise terminliche Ziele zu haben und einem Publikum etwas bieten zu können, erzieht zu Reife und Verantwortung und schenkt ein gesundes Selbstwertgefühl durch die Freude, die man seiner Umgebung hierbei bereitet.

 
 
     

 


 
 

 


 

vorgehen  
     
vorteile  
     
relevanz  
     
string-kit  
     
instrumente  
     
budget