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STÄRKEN

 
   

Ergänzung des „Jeki“-Impulses (jedem Kind ein Instrument)
Seit den Ergebnissen der so genannten Bastian-Studie ist in Deutschland manches in Bewegung gekommen und “Jeki“, als deutsche Antwort auf die Ergebnisse der PISA-Studie, entwickelt sich mit rasch zunehmender Eigendynamik: Nordrheinwestfalen hat z.B. beschlossen, das 2003 in kleinem Rahmen in Bochum begonnene Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ in Hinblick auf die Kulturhauptstadt 2010 nun flächendeckend im Ruhrgebiet durchzusetzen. Ab diesem Zeitpunkt soll dort jedes Grundschulkind ein Musikinstrument spielen. In Hessen greifen bereits mehrere Städte das Projekt auf und Hamburg hat „JeKi“ auf seine Agenda gesetzt.
Verhilft „JeKi“ allen Kindern zu der Begegnung mit Musikinstrumenten, so steht doch die Antwort auf die schon lange existierende Frage noch aus, warum in der traditionellen Musikkultur der größte Prozentsatz begeisterter kleiner Anfänger gewöhnlich das Instrument über kurz oder lang wieder aufgibt. Die Neugier eines Erstklässlers lässt sich rasch zur Begeisterung steigern, wenn ihm ein Instrumentpark zur Verfügung steht. Setzt jedoch nach einiger Zeit nicht auch ein gewisser Wohlklang die mit der Musikausübung verbundene Ausschüttung von Dopaminen in Gang, dann kann der erste Eifer auch leicht der Wirkung unvermeidlicher Stresshormone bei der Auseinandersetzung mit den Widerspenstigkeiten des Instruments zum Opfer fallen.
Hier hält „Musik als Sport“ mit dem sensomotorischen Ansatz und der Eigenverantwortung jugendlicher Coachs zwei innovative Antworten bereit.

Aufarbeitung von ggf. gewaltbestimmten Erziehungstraditionen
"Musik als Sport" beinhaltet, dass sich  die Jugendlichen während ihrer Ausbildung mit neurodidaktischen Strategien  auseinandersetzen. Sie erfahren von leistungssteigernden Hormonen, welche durch Lob ausgeschüttet werden und von der Ausschüttung neuronal hemmender Hormone bei Tadel. Wenn der jugendliche Coach dann nach dem Prinzip „Lernen durch Lehren“ mit dem ihm zugeordneten Schüler arbeitet, so bekommt er die jeweilige Wirkung in der praktischen Anwendung unmittelbar bestätigt. Hat er in diesem Vorgehen erst eine neue, erfolgreiche Strategie erkannt und erübt und ihren Nutzen unmittelbar erlebt, so kann er sie einer unter Umständen gewaltbestimmten Erziehung in der Herkunftsfamilie entgegensetzen und diese pragmatisch aufarbeiten.
Besonders wichtig ist dabei die Tatsache, dass der ansonsten allgegenwärtige Konkurrenzgedanke in der Musik eine untergeordnete Rolle spielt. Denn vor allem in der gemeinsam mit anderen praktizierten Musik ist es nicht relevant als Schnellster, Stärkster, oder Lautester andere übervorteilen zu wollen. Nur der gemeinsame Rhythmus, die wechselseitige Dynamik und die harmonische Ergänzung bringen Genugtuung.
Zudem steigert die schnelle Heranführung der Lernenden an eigenverantwortliches Arbeiten mit jüngeren Schülern ihr Selbstbewusstsein und führt ihnen vor Augen, dass sie ein nützliches Mitglied der Gesellschaft sind.

Schulung umfassender „Soft sklills “
Der Heranwachsenden erarbeitet sich ein breites Spektrum der in allen Arbeitszusammenhängen heute immer wichtiger werdenden softs skills, indem er als Coach (sieheLernen durch Lehren) im Musiksport tätig wird.
Er lernt Freude daran zu haben,

  • sich sein emotionales Erleben bewusst zu machen und selber zu gestalten durch
    • die Parallelität von Klängen und Gefühlen.
    • den Genuss der durch Musik generierten Belohnungshormone.
    • Aufbringen der Geduld zu stetiger Verbesserung.
  • dabei ein differenziertes Körpergefühl zu entwickeln durch
    • liebevoll streichen (Grob- und Feinmotorik).
    • zornig klopfen (Grob- und Feinmotorik).
    • gezielt tippen (Feinmotorik).
    • pfiffig blasen (Atmung, Zunge, Lippen).
    • etc. etc.
  • die Beherrschung seiner motorischen Fähigkeiten auszubauen durch
    • Koordination der Bewegungsdynamik (strukturgebender Rhythmus).
    • Kontrolle der Bewegungsintensität (Lautstärke, taktiles Feingefühl).
    • Feinmotorische Sensibilisierung (Fingerspitzengefühl, Intonation).
  • sich in eine Gruppe zu integrieren durch
    • Schritt halten / Pünktlichkeit (rhythmischer Zusammenhalt).
    • Führung übernehmen einerseits und Rücksicht üben andererseits mittels adaptierter Lautstärke.
    • wertschätzen der Beiträge Anderer als Unterstützung.
  • als Couch
    • all dies verantwortlich weiter zu geben.
    • in der Zusammenarbeit mit seinem „Schüler“ einen gesunden Ehrgeiz zu entwickeln.
    • Früchte seiner Arbeit in Händen zu halten, die Anderen Freude bereiten.
    • ein geschätzter Bürger mit gesundem Selbstwertgefühl zu werden.

 
 

 


 

4 PROJEKT  
     
3 musik als sport  
  - Ist Musik ein Sport?  
  - Umsetzung  
  - Ergebnisse  
  - Stärken  
     
2 relevanz  
     
1 vision