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IST MUSIK EIN SPORT?

 
   

Die ältesten Musikinstrumente stammen aus prähistorischer Zeit. Was die Neurowissenschaften heute begründen können, war dem Mensch zu allen Zeiten instinktiv bewusst: Um sich wirklich wohl zu fühlen, braucht er die Musik! Die für das Funktionieren all unserer Körperzellen unerlässlichen Dopamine erzeugen wir gewöhnlich durch Bewegung, z.B. Sport. Effizienter und schneller werden sie jedoch durch Musikausübung erzeugt. Daher stand sie bereits im Zentrum unserer Existenz lange bevor wir an die Steigerung rein körperlicher Leistungen durch Sport dachten.

Das natürliche Bewegungsspektrum und hiermit auch der Generator lebenswichtiger Hormone, ist aus einer heutigen Kindheit aber weitgehend verschwunden, insofern sie sich mit bequemen Transportmitteln zwischen den Spielen am Bildschirm und der Schulbank bewegt. Ein Ersatz für dieses Stimulans ist daher unentbehrlich geworden! Hier liegt der physiologische Grund für den Griff nach der Droge: sie generiert augenblicklich die erforderliche Hormonausschüttung, und damit das erwünschte Wohlbefinden, nur  -- leider nicht ohne Reue. Was hier die Droge mit unerwünschten Nebeneffekten kann und der Sport durch anhaltendes Training, das kann die Musik in gesteigertem Maß in weit kürzerer Zeit als das rein körperliche Training im Sport und dazu nicht nur ohne Reue, sondern mit einem positiven Nebeneffekt: man kann etwas, woran auch andere Freude haben, nämlich Musikmachen!

Kein anderer „Sport“ deckt, von der Grob- bis in die Feinmotorik, ein so breites Spektrum differenzierter Bewegungen ab, wie die  Beherrschung eines Musikinstruments. Es erfordert die Kongruenz der Muskulatur des gesamten Körpers und darüber hinaus zu gleichen Teilen ein Training der Intelligenz sowie der emotionalen Differenzierung.

In früher Kindheit ausgeübt, legt die Musikpraxis somit neuronal eine Grundlage für die allergrößte Vielfalt späterer Aktivitäten. Insbesondere durch ihre kohärente Vernetzung unserer sich zum Teil physiologisch bekriegenden Gehirnanteile für Intelligenz und Emotionen, veranlagt sie die Geschlossenheit einer harmonischen Persönlichkeit.
Es geht mit „Musik als Sport“ also zu gleichen Teilen um die körperliche wie auch die seelische Gesundheit. Prof. Hans Günther Bastian fasst das statistische Ergebnis der europaweit bisher größten Langzeit-Studie zur Musikerziehung mit den Worten zusammenfasst: Bildungspolitik mit Musik ist die beste Sozialpolitik! [ ] Politiker, die heute hier Geld sparen wollen, müssen es morgen für Psychiatrien und Resozialisierungsmaßnahmen ausgeben.

Wenn wir von „Wintersport“ oder von „Wassersport“ reden, meinen wir,
dass wir im Winter oder im Wasser aktiv werden, um Spaß zu haben.

„ Musiksport“ ist also nichts anderes, als in der Musik aktiv zu werden
 und dabei Spaß haben!

 

 


 
 

 


 

4 PROJEKT  
     
3 musik als sport  
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1 vision