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CELLO UND KLAVIER

Warum gerade Cello und Klavier?

Das Klavier, ein Kommunikationsmittel

Wo es steht, ist es griffbereit und muss nicht erst ausgepackt werden. Daher veranlasst es zu spontaner Kommunikation und Geselligkeit, ob 2-, 4- oder auch 6-händig, ob Anfänger oder Pianist. Auch erlaubt es Lücken in der Kommunikation zu schließen, welche Worte nicht füllen können. Und dem Stil setzt es keine Grenzen.
Das Klavier nimmt eine Sonderstellung unter den Instrumenten ein. Die einfache Tonerzeugung befriedigt schon beim ersten Ton. Seine Möglichkeiten reichen vom einfachen Lied über den Begleiter, den Solisten, die Band, das Ensemble, bis zum Ersatz für ein ganzes Orchester mit dem dafür erforderlichen Tonumfang.
Nicht zuletzt erlaubt das Klavier, die natürlichen statischen Gegebenheiten unseres Körpers für seine Effekte optimal einzusetzen. Es bietet daher von allen Musikinstrumenten die besten Voraussetzungen um uns mit unserem Körper in tiefgreifenden Einklang zu bringen.


Das Cello, Gefährte und Freund

Ungefähr so groß und so breit wie sein Spieler, liegt es willig in dessen Armen. Die Klangentfaltung in der Strichführung ist beim Cello ein emotional wie physiologisch eminent wohltuender Vorgang, der durch natürliche Gegebenheiten wie Körperresonanz und Schwerkraft unterstützt wird.
Das Cello ist nicht nur das körpergerechteste, sondern, durch seinen Tonumfang, auch das vielseitigste der Streichinstrumente; daher gibt es reine Celloensembles. Sie erobern sich die verschiedensten Stilrichtungen.
Amerikanischen Studien zufolge führt die Ausübung der Musik insbesondere am Streichinstrument zu einem verstärkten Ausbau der Verbindung zwischen beiden Gehirnhälften – und damit des „Gespräches mit uns selber“ - sowie zu einer signifikanten Steigerung allgemein schulischer Leistungen. Die sich durch Strichführung einerseits und Intonation andererseits im Klang verbindende Bewegung der rechten und linken Hand fördert die Koordination mentaler, emotionaler und feinmotorischer Prozesse wie kein anderes Instrument. Diese Erkenntnis hat in den USA bereits zu umfassender Förderung einer regelrechten Streichinstrumentkultur die alle Stilrichtungen umfasst, geführt (siehe z.B: http://de.youtube.com/watch?v=IliwQImJrYE).
Cello und Klavier könnte man damit auch als die „körpergerechtesten“ unter unseren Musikinstrumenten bezeichnen. Anders als viele Instrumente, die  entgegen der Schwerkraft in ihrer Position gehalten werden müssen, kann bei Cello und Klavier durch den natürlichen Einsatz der Schwerkraft Klangvolumens ohne Druck und Anspannung erreicht werden. Die Arme bewegen sich in natürlichen Positionen, ohne in sich gedreht zu werden. Je entspannter sie ihrer Beschaffenheit gemäß genutzt werden, umso schöner, voller und kräftiger ist hier der Klang. Dies ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wenn es darum geht die Wohltat der Musik auch in unserem Körper wirklich ganz zur Wirkung kommen zu lassen. Wenn wir abgekämpft und angespannt nachhause kommen und dann am Instrument auch unsere Schultern und unser Rücken wieder gelöst und frei werden, dann richtet sich Musik nicht nur an das Ohr, sondern an unsere ganze Existenz.
Ganz abgesehen von ihren physiologisch wertvollen Aspekten, sind auch die Einsatzmöglichkeiten dieser beiden Instrumente durch ihren großen Tonumfang und ihre stilistische Ungebundenheit unübertroffen.

 
 
     

 


 
 

 


 

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